Malerei und Skulptur

Sprengel Museum HannoverSprengel Museum Hannover
Eine besondere Qualität des Sammlungsbestandes Malerei und Skulptur des Sprengel Museum Hannover stellt die Konzentration auf einzelne Schwerpunkte dar. Von ausgewählten Künstlern wie Paul Klee, Emil Nolde oder Max Beckmann und den Künstlergruppen der Dresdner „Brücke“ und des „Blauen Reiter“ kann das Haus jeweils umfangreiche Werkgruppen präsentieren und die Künstler so in der Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten und der Entwicklung ihres Oeuvres vorstellen. Dabei existieren zu zahlreichen Konvolute ergänzende, umfangreiche Bestände grafischer Arbeiten.

Weitere Schwerpunkte im Bereich der Klassischen Moderne sind den Werken des deutschen Expressionismus gewidmet mit Bildern von Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Franz Marc, Alexej von Jawlensky und Oskar Kokoschka, dem Surrealismus mit Arbeiten von Max Ernst sowie Vertretern des Dadaismus wie Hans Arp. Die für die Kunst des 20. Jahrhunderts entscheidende Kunstrichtung des Kubismus ist durch herausragende Beispiele vor allem von Pablo Picasso, Fernand Léger und Henri Laurens vertreten.

Darüber hinaus präsentiert das Sprengel Museum Hannover weitere Sammlungskonvolute, die eng mit der hannoverschen Kunstszene der 1920er Jahre verknüpft sind. Zu ihnen gehören die Vertreter der 1927 gegründeten konstruktivistischen Gruppe „die abstrakten hannover“, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Carl Buchheister und Rudolf Jahns, vor allem aber auch El Lissitzky, der damals in Hannover lebte und für die Gemäldegalerie des hiesigen Provinzialmuseums das „Kabinett der Abstrakten“ entwarf, das sich heute als Rekonstruktion im Sprengel Museum Hannover befindet. Neben Otto Dix und Christian Schad, die mit Spitzenwerken vertreten sind, widmet das Museum den damals in Hannover lebenden wichtigen Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“ wie Ernst Thoms, Grethe Jürgens oder Erich Wegner eine Abteilung innerhalb des Hauses.

Die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken des facettenreichen hannoverschen Merzkünstlers Kurt Schwitters bildet eine der Hauptsäulen des Sprengel Museum Hannover. Neben zahlreichen charakteristischen Merzzeichnungen und -bildern zeigt das Museum auch Gemälde aus dem Frühwerk des Künstlers sowie Beispiele für seine lebenslange Beschäftigung mit der Landschaftsdarstellung. Im Mittelpunkt dieser Präsentation steht die Rekonstruktion des „Merzbaus“, den Kurt Schwitters immer wieder als sein Lebenswerk bezeichnet hat.

Das „Prinzip Collage“ bei Kurt Schwitters wurde einer der Anknüpfungspunkte für die Sammlungserweiterung in der Kunst nach 1945, indem mehrere Werke so genannter „Decollagisten“ und Beispiele des französischen „Nouveau Réalisme“ von Mimmo Rotella, Raymond Hains und Arman für das Museum erworben wurden. Ein großer Glücksfall war in diesem Sinne auch die Schenkung von rund 400 Werken von Niki de Saint Phalle.

Ebenso wird die informelle Malerei der 1950er Jahre in Frankreich und der Bundesrepublik sowie die Kunst des Abstrakten Expressionismus in den USA durch umfangreiche Konvolute mit Werken von Künstlern wie Emil Schumacher und Ernst Wilhelm Nay repräsentiert. Ausführlich vertreten sind auch die künstlerischen Entwicklungen der späten 1960er Jahre mit oft großformatigen Werken von Sol LeWitt, Bruce Nauman oder Ulrich Rückriem sowie Beispiele jüngerer Kunst, etwa mit Werken von Gerhard Richter und Georg Baselitz, bis in die Gegenwart hinein, so Joep van Lieshout und Eberhard Havekost.
  Kontakt   Impressum   Sitemap   Newsletter   English
Max Beckmann
Lupe zum Vergrößern
Ernst Ludwig Kirchner
Lupe zum Vergrößern