UND PLÖTZLICH DIESE WEITE


11. Dezember 2016 – 19. März 2017
Sprengel Museum HannoverSprengel Museum Hannover
Dreiteiliges Ausstellungsprojekt zum Aufbruch der Fotografie in den 1970er- und 1980er-Jahren

Eine Kooperation von Sprengel Museum Hannover, C/O Berlin und Museum Folkwang Essen

Das Sprengel Museum Hannover, C/O Berlin und das Museum Folkwang, Essen realisieren ab Dezember 2016 das gemeinsame Ausstellungsprojekt Werkstatt für Photographie 1976 - 1986. Zeitgleich präsentieren die drei Häuser Geschichte, Einflüsse und Auswirkungen der legendären Berliner Fotografie-Institution und ihrer Akteure – erstmals in einer städteübergreifenden Kooperation.

1976 nahm die WERKSTATT FÜR PHOTOGRAPHIE an der Volkshochschule Berlin Kreuzberg ihre Arbeit auf – sie wurde zu einer der folgenreichsten Schaltstellen des Austausches zwischen deutscher und US-amerikanischer Fotografie.

Doch war das Feld bereits vorbereitet: Zwischen 1966 und 1981 erschien die sich vor allem an Fotointeressierte richtende, dreisprachig produzierte Zeitschrift ‚CAMERA‘ unter der Leitung des in den USA bestens vernetzten Herausgebers Allan Porter. In jenen Jahren war sie die entscheidende Quelle im Hinblick auf Informationen über Produktion, Arbeitsweise und Selbstverständnis internationaler und vor allem US-amerikanischer Fotografen. Auch entstanden in den 1970er-Jahren an verschiedenen Orten teils private, teils vereinsgeführte Galerien für Fotografie – zu nennen sind an dieser Stelle insbesondere die GALERIE LICHTTROPFEN, Aachen, KICKEN, Köln, die GALERIE WILDE, Köln, und die SPECTRUM PHOTOGALERIE, Hannover – in deren Programm zeitgenössische fotografische Positionen aus den USA wesentliche Schwerpunkte setzten. Erstmalig wurde nun dem originalfotografischen Print ein Wert zuerkannt, auch wenn der Kreis der Interessierten nach wie vor klein war.

Aber auch Fotografen wie Bernd Becher speisten ihre Informationen über die Arbeit der amerikanischen Kollegen ein in die deutsche Diskussion um das Medium. Klaus Honnef und Evelyn Weiß schließlich präsentierten auf der documenta 6 in Kassel 1977 einem breiten Publik einen facettenreichen Querschnitt durch die Fotografiegeschichte – auch hier nahm die amerikanische Fotografie eine herausragende Rolle ein. Das FORUM STADTPARK in Graz trug darüber hinaus ab ca. 1977 zu einer intellektuellen Verdichtung und Präzisierung der Debatte um das Medium bei – spätestens mit der aus ihm 1980 hervorgehenden Zeitschrift CAMERA AUSTRIA bildet sich hier ein kommunikatives, international bestens vernetztes Zentrum der deutschsprachigen Auseinandersetzung mit der künstlerischen Fotografie.

Die Ausstellung UND PLÖTZLICH DIESE WEITE. Kleine transatlantische Fotografiegeschichte nach ’66 zeichnet die Geschichte der Rezeption amerikanischer Fotografie in Deutschland nach.

Dabei erfährt die Arbeit der SPECTRUM PHOTOGALERIE, Hannover eine besondere Würdigung.

Sprengel Museum Hannover
Und plötzlich diese Weite
11. Dezember 2016 bis 19. März 2017
Pressekonferenz: 8. Dezember 2016, 16 Uhr
 
C/O Berlin
Kreuzberg – Amerika
Die Berliner Werkstatt für Photographie 1976–86
10. Dezember 2016 bis 12. Februar 2017
Pressekonferenz: 9. Dezember 2016, 11 Uhr
 
Museum Folkwang, Essen
Das rebellische Bild
Situation 1980: Die Kreuzberger „Werkstatt für Photographie“ und die junge Folkwang-Szene
9. Dezember 2016 bis 19. Februar 2017
Pressekonferenz: 8. Dezember 2016, 11 Uhr

Das Ausstellungsprojekt „Werkstatt für Photographie 1976 – 1986“ wird gemeinschaftlich von mehreren Partnern der Sparkassen-Finanzgruppe gefördert: Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Sparkasse Berlin, Sparkasse Essen, Sparkassenkulturstiftung Rheinland, NORD/LB Kulturstiftung, Sparkasse Hannover und Niedersächsische Sparkassenstiftung.

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