Zwei feste Installationen für den Erweiterungsbau

Sprengel Museum HannoverSprengel Museum Hannover
Anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaus im September 2015 werden zwei neue Werke am Gebäude des Sprengel Museum Hannover fest installiert. Zum einen verdeutlicht Dieter Froelich mit der austauschbaren Wandbeschriftung „Gaben | Geben“ die künstlerischen und finanziellen Unterstützer des Hauses. Zum anderen stellt Adi Hoesle mit seiner Plakette am Eingang zum Erweiterungsbau das Museum unter „Immateriellen Kulturgutschutz“.

Dieter Froelich
Gaben | Geben, 2015
Installation im Foyer und Erweiterungsbau
Ankauf vom Verein der Freunde des Sprengel Museum Hannover e. V.

Ab September 2015 lässt sich bereits in der Eingangshalle ablesen, durch wessen „Gaben“ die aktuellen Ausstellungen ermöglicht wurden. Über den Durchgängen hat Dieter Froelich Leisten mit austauschbaren Buchstaben angebracht, in denen bis zu einem Dutzend Namen stehen. Hier werden in Zukunft die Künstlerinnen und Künstler genannt, die gerade mit ihren Werken vorgestellt werden, aber auch die Privatmenschen und Firmen, die eine Ausstellung gefördert haben. So werden die künstlerischen und finanziellen Unterstützer gleichermaßen hervorgehoben. Im Erweiterungsbau sind einzelne Säle mit diesen Anzeigetafeln namhaften Großspendern gewidmet. Zum Ergänzen und Auswechseln der Namen steht im Foyer ein Vitrinentisch des Künstlers mit weiteren Buchstaben bereit. Dieter Froelichs Arbeit ist zugleich funktionales Display als auch manuell hergestellte künstlerische Arbeit und Installation.

Dieter Froelich, geboren 1959 in Walsrode, studierte Malerei und Plastik an der FH für Kunst und Design in Hannover, sowie an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Über seine Vertretungsprofessur in „Plastik und Kochen als Kunstgattung“ an der FH Hannover (1999-2002) hinaus hat Froelich international Seminare und Vorträge gehalten. Mit Textplastiken beschäftigt sich Froelich seit den 1990-Jahren.

Adi Hoesle
Sonderschutzzeichen „Immaterielles Kulturgut“, 2015
Plakette am Erweiterungsbau, QR-Code-Karte
Ein Kunstprojekt von Adi Hoesle

Der Künstler und „Retrogradist“, Adi Hoesle, hat die UNESCO-Kennzeichnung für Kulturerbe weiterentwickelt und das konzeptuelle Zeichen „Sonderschutz für immaterielles Kulturgut“ geschaffen. Erkennbar ist es durch die Umkehrung der Rautenfarben weiß zu blau statt blau zu weiß – eine weiße Raute zeigt mit der Spitze jetzt nach unten. Das Emblem wird erstmals im September 2015 zur Eröffnung des Erweiterungsbaus des Sprengel Museum Hannover an der Fassade des neuen Eingangs platziert.

Mit diesem Projekt würdigt Hoesle öffentliche Museen und private Sammlungen als „Bewahranstalten für menschliches Gedankengut“. Das Sprengel Museum Hannover ist das erste Museum, das dieses Schutzzeichen für das geistige, immaterielle Kulturgut trägt. Das ZKM in Karlsruhe und weitere Museen folgen. Durch die Kennzeichnung tritt die Sammlung des Sprengel Museum Hannover mit ihrem Wesensgehalt als besonders schützenswert hervor.

Über die Plakette am Gebäude hinaus wird eine konzeptuelle Vernetzung mit weiteren Schauplätzen immateriellen Kulturgutes entstehen. Vor Ort weist ein QR-Code auf den digitalen Katalogtext hin.

Adi Hoesle beschäftigt sich seit Anfang der 1990er-Jahre mit Rückbildungsmaßnahmen im Kunst- und Kulturbetrieb sowie in Forschung und Wirtschaft. Eine Chronologie seiner Projekte: www.retrogradist.com

 

 

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